Für wen ist welche Augen Laserbehandlung (Methode) geeignet?
Derzeit gibt es in Deutschland drei verschiedene Methoden des Augenlaserns. Sie decken ein Spektrum von drei Formen der Fehlsichtigkeit ab: die Kurzsichtigkeit, die Weitsichtigkeit und die Stabsichtigkeit (Astigmatismus – Hornhautverkrümmung). Hinsichtlich der genauen Dioptrienzahl und der Beschaffenheit der Hornhaut bzgl. ihrer Dicke bieten sich unterschiedliche Methoden der Behandlung der jeweiligen Fehlsichtigkeit an.
Die Lasik-Methode ist z.B. als Alternative zu Kontaktlinsen geeignet für Personen mit einer Kurzsichtigkeit von bis zu -10 Dioptrien, Weitsichtigkeit von bis zu +4 Dioptrien und Stabsichtigkeit von bis zu 4 Dioptrien. Bei dieser Methode wird die Hornhaut mittels eines Schnittes (Flap) präpariert, der Laser trägt anschließend gemäß der Fehlsichtigkeit Hornhautgewebe ab, und die Hornhaut wird danach wieder in ihre ursprüngliche Position gebracht, wo sie von selbst haftet. Lasik gilt als das preislich günstigste Verfahren und setzt voraus, dass eine ausreichend dicke Hornhautschicht vorhanden ist. Dies wird bei der Voruntersuchung jedoch immer getestet.
Die Lasek-Methode wird angewendet bei Personen mit einer Kurzsichtigkeit von bis zu -6 Dioptrien und einer Stabsichtigkeit von bis zu 3 Dioptrien. Bei Weitsichtigkeit kommt dieses Verfahren selten zum Einsatz. Es ist aber prinzipiell möglich bis zu +3 Dioptrien. Lasek bietet sich an bei Personen, deren Hornhaut sehr dünn ist. Hier wird kein Schnitt an der Hornhaut vorgenommen, sondern lediglich die oberste Gewebeschicht, genannt Epithel, abgetragen und anschließend mit dem Laser die Fehlsichtigkeit korrigiert. Dieses Verfahren ist relativ schmerzhaft auf Grund der größeren Wundfläche auf der gesamten Hornhautoberfläche und somit nicht zu empfehlen für sehr schmerzempfindliche Patienten.
Das neueste Verfahren, das in Deutschland erst seit 2007 zur Anwendung kommt, ist iLasik. Es eignet sich für Patienten, die auch für eine Lasik Operation in Frage gekommen. Hier wird keinerlei manueller Eingriff an der Hornhaut vorgenommen, sowie kein Schnitt. Der Laser übernimmt komplett alle Abläufe. Das Verfahren gilt als exaktestes mit den geringsten Risiken.