Augenlasern durch Lasik und Co
11 Apr
Bei den Augenlaseroperationen zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten wie Kurzsichtigkeit (Myopie) oder Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) wird heute von spezialisierten Augenchirurgen vorrangig das Lasik-Verfahren angewendet.
Bei dieser Methode wird ein mit UV-Wellen arbeitender Excimer-Laser eingesetzt. Nach der genauen Vermessung des Auges des zu operierenden Patienten werden die Daten in das Programm des Lasers eingegeben. Der operierende Augenspezialist betäubt das zu operierende Auge, und löst an drei Seiten eine dünne Schicht des Schutzhäutchens der Hornhaut. Diese Lamelle schiebt er anschließend mit einem speziell für diesen Einsatz gefertigten Spatel zur Seiten. In dem damit freigelegten Hornhautbereich kommt der Excimer-Laser zum Einsatz. Er verdampft die Oberfläche der Hornhaut entsprechend der eingegebenen Daten, so dass die später auf das Auge einfallenden Lichtstrahlen eine optimale Sicht ohne Sehhilfe ermöglichen. Im Anschluss schiebt der Operateur die Schutzhäutchen-Lamelle wieder an ihre vorherige Position. Das Auge verheilt innerhalb weniger Tage.
Beim i-Lasik oder Femto-Lasik-Verfahren wird anstelle des Excimer-Lasers ein Femtosekundenlaser eingesetzt. Dieser Laser arbeitet im Infrarot-Wellen, die eine Wellenlänge von 1052 nm aufweisen. Dessen Laserspot arbeitet mit einem Durchmesser von einem Hundertstel Millimeter noch präziser als der Excimer-Laser. Ein weiterer entscheidender Unterschied besteht darin, dass die Laserenergie des Femtosekunenlasers nicht an der Oberfläche der Hornhaut, sondern darunter im inneren Bereich der Hornhaut wirkt. Es tritt praktisch keine Wärmeentwicklung auf. Das Auge wird dadurch weniger verletzt und der Heilungsprozess nochmals beschleunigt. Für den Patienten sind der Eingriff und die Folgezeit nach der Operation absolut schmerzfrei. Der letzte Unterschied zum herkömmlichen Lasik-Verfahren besteht darin, dass auch das Ausschneiden und Beiseiteschieben der Hornhautschutzschicht-Lamelle vom Femtosekundenlaser vorgenommen wird. Damit ist auch das letzte Präzisionsrisiko bei der Operation ausgeschaltet.
Da der Femtosekunenlaser den allerneuesten Stand der Technik darstellt, muss ein Patient mit deutlich höheren Operationskosten rechnen.
Beitrag von John.
13 Mrz
Neben der Verordnung von Brillen und Kontaktlinsen ist das Augenlasern eine weltweit anerkannte Methode zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten, wie Hornhautverkrümmung, Kurz- und Weitsichtigkeit.
Durch die Korrektur der Sehschärfe mittels Lasik oder Femto-Lasik wird das Tragen von Sehhilfen unnötig.
Eine weitere Erkrankung des Auges ist die so genannte optische Aberration. Sie entsteht durch die Erweiterung der Pupillen bei schwachem Licht und äußert sich in mangelnder Sehschärfe bei Dunkelheit. Das Auge wird beim nächtlichen Sehen sehr angestrengt und belastet. Dadurch kann sich das Sehvermögen insgesamt verschlechtern. Diese Art von Fehlsichtigkeit kann nur durch refraktive Chirurgie mittels Wavefront-Lasik korrigiert werden.
Seit rund 10 Jahren wird mit einem so genannten Wellenfront – Analyser (Aberrometer) die Schädigung der Hornhaut festgestellt. Diese Art von Fehlsichtigkeit kann nur durch refraktive Chirurgie mittels Wavefront-Lasik korrigiert werden. Die Wavefront-Lasik - auch aberrometrische Lasik genannt - wird seit 1999 erfolgreich in Augenlaserzentren eingesetzt. Sie ist eine spezielle Form der Lasik-Methode und ermöglicht Patienten nach der Behandlung eine verbesserte Sehschärfe bei Tag und Nacht.
Bei dem Wavefront-Verfahren wird ein spezieller Laser mit sehr feinem Laserstrahl eingesetzt. Das Aberrometer vermisst die Hornhaut ganz genau und überträgt die Daten direkt an den Laser. Durch die spezielle Fixierung des Auges, den Eye Tracker, wird jede Bewegung ausgeglichen, so dass die Hornhaut ohne Probleme und sehr exakt abgetragen werden kann.
Die Risiken entsprechen denen einer normalen Augenlaser-Behandlung.
Laserbehandlungen der Augen sind Privatleistungen und werden nur in Ausnahmefällen von gesetzlichen Krankenkassen getragen - auch die private Krankenversicherung trägt die Kosten nur sehr selten. Hier lohnt es sich, jedoch im Einzelfall bei der Allianz Krankenversicherung, Hallesche PKV oder z.B. auch bei der Victoria Krankenversicherung nachzufragen.
29 Feb
Derzeit gibt es in Deutschland drei verschiedene Methoden des Augenlaserns. Sie decken ein Spektrum von drei Formen der Fehlsichtigkeit ab: die Kurzsichtigkeit, die Weitsichtigkeit und die Stabsichtigkeit (Astigmatismus – Hornhautverkrümmung). Hinsichtlich der genauen Dioptrienzahl und der Beschaffenheit der Hornhaut bzgl. ihrer Dicke bieten sich unterschiedliche Methoden der Behandlung der jeweiligen Fehlsichtigkeit an.
Die Lasik-Methode ist z.B. als Alternative zu Kontaktlinsen geeignet für Personen mit einer Kurzsichtigkeit von bis zu -10 Dioptrien, Weitsichtigkeit von bis zu +4 Dioptrien und Stabsichtigkeit von bis zu 4 Dioptrien. Bei dieser Methode wird die Hornhaut mittels eines Schnittes (Flap) präpariert, der Laser trägt anschließend gemäß der Fehlsichtigkeit Hornhautgewebe ab, und die Hornhaut wird danach wieder in ihre ursprüngliche Position gebracht, wo sie von selbst haftet. Lasik gilt als das preislich günstigste Verfahren und setzt voraus, dass eine ausreichend dicke Hornhautschicht vorhanden ist. Dies wird bei der Voruntersuchung jedoch immer getestet.
Die Lasek-Methode wird angewendet bei Personen mit einer Kurzsichtigkeit von bis zu -6 Dioptrien und einer Stabsichtigkeit von bis zu 3 Dioptrien. Bei Weitsichtigkeit kommt dieses Verfahren selten zum Einsatz. Es ist aber prinzipiell möglich bis zu +3 Dioptrien. Lasek bietet sich an bei Personen, deren Hornhaut sehr dünn ist. Hier wird kein Schnitt an der Hornhaut vorgenommen, sondern lediglich die oberste Gewebeschicht, genannt Epithel, abgetragen und anschließend mit dem Laser die Fehlsichtigkeit korrigiert. Dieses Verfahren ist relativ schmerzhaft auf Grund der größeren Wundfläche auf der gesamten Hornhautoberfläche und somit nicht zu empfehlen für sehr schmerzempfindliche Patienten.
Das neueste Verfahren, das in Deutschland erst seit 2007 zur Anwendung kommt, ist iLasik. Es eignet sich für Patienten, die auch für eine Lasik Operation in Frage gekommen. Hier wird keinerlei manueller Eingriff an der Hornhaut vorgenommen, sowie kein Schnitt. Der Laser übernimmt komplett alle Abläufe. Das Verfahren gilt als exaktestes mit den geringsten Risiken.